JTAG In-Circuit Emulatoren

In-Circuit Emulatoren werden zum Debuggen der Hardware und Software in Embedded DSP-Systemen benutzt. Je nach Umfang des Projektes, Sicherheitsanforderungen und Schnittstellen zum Host-PC eignen sich unterschiedliche Typen.

Host-Schnittstelle

Aktuelle Emulatoren benutzen überwiegend USB- oder Ethernet-Verbindungen zum Host-PC. USB-basierte Emulatoren sind einfach zu handhaben und kommen in den meisten Fällen ohne eine externe Stromversorgung aus. Ethernet-basierte Emulatoren erfordern mehr Aufwand bei der Installation, überbrücken dafür aber auch große Entfernungen zwischen Zielsystem und PC und arbeiten zuverlässiger in Virtuellen Maschinen.
Durch die galvanische Trennung zwischen DSP- und Host-System vermeiden sie Ground-Schleifen, über die Störungen in empfindliche Mess-Systeme eingekoppelt werden können. Bei Messungen an DSP-Systemen, die an hohen Spannungen anliegen (Frequenz-Umrichter, Motortreiber) reicht die galvanische Trennung durch Ethernet alleine allerdings nicht aus. In diesen Fällen muss ein Emulator mit spezieller galvanischer Isolation eingesetzt werden.

Galvanische Isolierung

Bei Frequenz-Umrichtern und Motorsteuerungen hat das DSP-System häufig eine große Potentialdifferenz zum Host-System. Aus Sicherheits-Gründen, und um Schäden bei Fehlfunktionen vorzubeugen, muss in solchen Fällen unbedingt ein In-Circuit Emulator mit galvanischer Trennung verwendet werden. Achten Sie bitte auf die Einhaltung der geforderten Isolationsklasse und den zulässigen Gleichtakt-Spannungsbereich.

Embedded Trace Buffer

Ein Embedded Trace Buffer (ETB) ist besonders für die Algorithmen-Entwicklung und bei der Fehlersuche nach sporadischen Abstürzen hilfreich. Er erlaubt, die letzten Ausführungsschritte des Prozessors vor Eintritt eines Trigger-Events rückwärts abzuspielen und nachzuvollziehen. Fast alle High-End DSPs verfügen über diese Erweiterung. Wenn Sie mit einem dieser DSPs arbeiten, sollten Sie die Verwendung eines Emulators mit Trace Support in Erwägung ziehen.

Geschwindigkeit

Beim Laden großer Projekte und vor allem beim Inspizieren umfangreicher Datenfelder spielt die JTAG-Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle. Viele Low-Cost Emulatoren arbeiten hier nur mit 1 oder 2 MHz. Wenn Sie die umfangreichen Möglichkeiten zur Datenvisualisierung nutzen wollen, die aktuelle Entwicklungsumgebungen bereitstellen, sollten Sie auf eine hohe JTAG-Taktfrequenz achten. Standard sind 10 MHz. Viele DSPs erlauben aber einen höheren Takt, wenn die Leiterbahnführung entsprechend ausgelegt ist. Optimal ist eine adaptive Takteinstellung.

JTAG-Spannungsbereich

Systeme, die für niedrigen Stromverbrauch optimiert sind, arbeiten häufig mit reduzierter Betriebsspannung. Der Emulator sollte so ausgewählt werden, dass er den möglichen IO-Spannungsbereich der Zielhardware unterstützt.

Einsatz in der Produktion

In-Circuit Emulatoren werden häufig in der Produktion eingesetzt, um DSPs mit integriertem Flash zu programmieren, z.B. die C2000 Familie von Texas Instruments. Programmiertools mit Script-Unterstützung, die sich in eine automatisierte Produktionsumgebung einbinden lassen, sind für einige Emulatoren verfügbar.

XDS200 Serie

Die XDS200 Emulatoren liefern sehr gute Performance bei günstigem Preis.

Blackhawk USB200 Emulator

BH-USB-200

  • USB2.0 (480Mbit/s)
  • USB bus-powered
  • 1.8/3.3 volt device I/O support
  • Native 2x10 20-pin cTI JTAG Header
  • 14-pin TI, 20-pin ARM (Multi-ICE), 10-pin ARM pin converter
  • Code Composer Studio 5.2 and higher

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XDS560 Serie

High-Performance Emulatoren für anspruchsvolle Debugging-Aufgaben.

Blackhawk USB560 JTAG Emulator (USB only)

BH-USB-560v2

  • USB2.0 (480Mbit/s)
  • Supports JTAG 1149.1 and 1149.7
  • Auto Sensing Target voltage range from 1.2v to 4.1v
  • Supports Mobile Industry Processor Interface (MIPI)
  • Supports System Trace Protocol (STP) and High‐speed Parallel Trace (HSPT)
  • Supports 1‐4 pin System Trace with 128 Mbytes of System Trace Buffer
  • Auto‐Adaptive T‐clock (TCLK) up to 50MHz
  • 14-pin JTAG, 20-pin ARM, 20-pin CTI, and 60-pin MPI header
  • Code Composer Studio 4.2 and higher

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Blackhawk™ XDS560v2 System Trace Emulator

BH-XDS-560v2

  • USB2.0 (480Mbit/s) and Ethernet
  • Supports JTAG 1149.1 and 1149.7
  • Auto Sensing Target voltage range from 1.2v to 4.1v
  • Supports Mobile Industry Processor Interface (MIPI)
  • Supports System Trace Protocol (STP) and High‐speed Parallel Trace (HSPT)
  • Supports 1‐4 pin System Trace with 128 Mbytes of System Trace Buffer
  • Auto‐Adaptive T‐clock (TCLK) up to 50MHz
  • 14-pin JTAG, 20-pin ARM, 20-pin CTI, and 60-pin MPI header
  • Code Composer Studio 4.2 and higher

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